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routenplaner-maps.online: Media Solution droht mit „Hausbesuch“

Auf routenplaner-maps.online werden Verbraucher in eine teure Kostenfalle gelockt.

routenplaner-maps.online ist eine dubiose Kostenfalle, die einen Routenplaner zu einem immens teurem Preis anbietet. Jetzt versuchen die anonymen Betreiber der Seite, mit üblen Drohungen ihre Opfer abzukassieren.

Bei der Verbraucherzentrale Bayern haben sich nach Angaben der Verbraucherschützer Menschen gemeldet, denen die Firma Media Solution – die nichts mit einer seriösen Münchner Firma ähnlichen Names zu tun hat – allen Ernstes einen Hausbesuch ankündigt. In den E-Mails wurde den Betroffenen demnach die Zwangsvollstreckung ihrer Wertgegenstände angedroht.

Die Betroffenen hatten auf die Forderung des Unternehmens über mehrere Hundert Euro für die Nutzung eines Routenplaners auf routenplaner-maps.online nicht reagiert. „Verbraucher sollten sich keinesfalls unter Druck setzen und zu einer Zahlung hinreißen lassen“, betont Tatjana Halm, Leiterin des Rechtsreferats der Verbraucherzentrale Bayern. „Selbst wenn die Betroffenen die fragliche Internetseite aufgerufen haben, kann die Forderung trotzdem unberechtigt sein“, so die Verbraucherschützerin.

routenplaner-maps.online hält sich im Vergleich zu anderen Routenplaner-Kostenfallen schon recht lange auf dem Markt. Seit gut einem Jahr versuchen die unbekannten Drahtzieher hinter der Seite, arglose Opfer um ihr Geld zu bringen (wir berichteten). Dabei investieren die Täter auch Geld in Suchmaschinenoptimierung, um Verbraucher auf ihre Seiten zu locken – und auf einen Trick. Sehr prominent wird auf routenplaner-maps.online nämlich mit einem Gewinnspiel geworben, bei dem man attraktive Preise gewinnen könne. „Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein um den Routenplaner zu nutzen und um am Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Daten werden nicht weitergegeben, der Gewinner wird per E-Mail verständigt“, heißt es aktuell (Stand: 03.02.2017) auf der Seite, die immer mal wieder grafisch verändert wird.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät allen Angeschriebenen, der Forderung zu widersprechen. Hierfür kann ein Musterbrief der Verbraucherzentrale verwendet werden, der unter www.verbraucherzentrale-bayern.de verfügbar ist. Kennt das Unternehmen bislang nur die E-Mail-Adresse der Verbraucher, sollte man sich nur per E-Mail an das Unternehmen wenden und keine weiteren Daten von sich preisgeben.