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Gefährliche Weihnachtspost: Vorsicht vor Lieferschein und Rechnung per Mail

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Wer aktuell per Mail einen „Lieferschein“ oder eine „Rechnung“ von unbekannten Absendern erhält, sollte äußerst vorsichtig sein. Unbekannte Kriminelle verschicken auf diese Weise momentan vermehrt gefährliche Trojaner.

Es ist das übliche Spiel – und gefährlich wie immer. Unbekannte Täter verschicken derzeit im Namen unbeteiligter und seriöser Firmen Mails, die auf den ersten Blick völlig harmlos aussehen. „Sehr geehrte Damen und Herren, in der Anlage erhalten Sie wie gewünscht den aktuellen Lieferschein. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung“, heißt es da zum Beispiel, unterzeichnet von einer ganz normalen Wäscherei in Baden-Württemberg.

Der Anhang, ein Word-Dokument, hat es allerdings in sich. Wer auf den vermeintlich irregeleiteten Lieferschein klickt, startet einen sogenannten Trojan-Downloader. Er stößt also den Download eines Schadprogramms von einem Server irgendwo in der Welt auf den eigenen Rechner an. Dieser Trojaner infiziert dann den Computer und beginnt sein übles Treiben. Ob er den Rechner nun selbst zur Trojaner-Schleuder umfunktioniert, ihn ausspioniert oder gleich komplett lahmlegt, hat der Lenker des Schadprogramms in der Hand.

Besonders ärgerlich: Den heute als „Lieferschein“ vermutlich massenhaft verschickten Trojaner erkennen viele Antiviren-Programme noch gar nicht. Sieben Stunden nach dem Versand ergab eine Analyse von Virustotal.com, dass erst 18 von 54 bekannten Virenscannern den Schädling identifizierten.

Unser Rat: Seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie von Ihnen unbekannten Absendern Mails bekommen, die in irgendeiner Form mit Geld oder angeblichen Bestellungen zu tun haben, und eine Datei im Anhang mit sich tragen. Klicken Sie diese besser nicht an. Und: Stellen Sie sicher, dass Sie immer mit einem aktuellen Virenschutz im Internet unterwegs sind. Gute Programme finden Sie unter anderem bei unseren Downloads.