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Rache-Pornos bringen 28-Jährigen für 18 Jahre hinter Gitter

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Rache-Pornos (Revenge-Porn) sind eine besonders üble Masche, Menschen im Internet zu diffamieren. Der Betreiber einer solchen Racheporno-Seite wurde jetzt in den USA zu einer langjährigen Strafe verurteilt.

Der Betreiber der Racheporno-Seite ugotposted.com muss für 18 Jahre ins Gefängnis. Das hat ein Gericht in San Diego (USA) entschieden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 28-Jährige auf seiner Webseite intime Bilder von Frauen und Männern veröffentlicht hatte, die ihm von den Ex-Partnern der Betroffenen aus Rache nach einer beendeten Beziehung zur Verfügung gestellt worden waren – inklusive Daten wie Namen und Wohnort und Facebook-Seite.

Der 28-Jährige hatte den Opfern zugleich angeboten, die Porno-Bilder über changemyreputation.com löschen zu lassen – gegen eine Zahlung von 350 US-Dollar.

Insgesamt soll der Beschuldigte mit seinen Seiten rund 900 US-Dollar im Monat durch Werbung sowie rund 30.000 US-Dollar durch Zahlungen von Betroffenen verdient haben. Im Netz war ugotposted.com seit Dezember 2012.

Das Gericht wertete die Taten als Identitätsdiebstahl und Erpressung. Die Veröfentlichung der insgesamt rund 10.000 kompromittierenden BIlder habe etliche Opfer den Job gekostet, ein Betroffener habe sogar Suizid begangen.

Kalifornien hatte Ende 2013 ein Gesetz erlassen, nach dem es verboten ist, intime Bilder, die zunächst im gegenseitigen Einverständnis entstanden waren, später ohne Erlaubnis des anderen Betroffenen ins Netz zu stellen. Auch in Deutschland könnten Betroffene solcher Rache-Pornos („Revenge Porn“) gegen die Veröffentlichungen vorgehen.