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Fake oder real? Angeblich hunderttausende Snapchat-Bilder gestohlen

Unbekannte haben angeblich rund 200.000 Bilder von Snapchat-Nutzern gestohlen. Das berichten US-Medien und Blogger. Die Fotos sollen unter dem Namen The Snappening im Netz kursieren. Doch an der Geschichte gibt es auch Zweifel.

Snapchat-Leak.

The Snappening: Nutzer von Snapchat sind angeblich Opfer eines Datendiebstahls geworden. Symbolbild: fotolia.com

Snapchat ist ein Dienst, bei dem eingestellte Bilder nach dem Ansehen automatisch wieder gelöscht werden und die Gefahr eines Missbrauchs der Fotos eigentlich geringer sein sollte als etwa bei Facebook oder Instagram. Snapchat-Bilder speichern ist also nur schwer möglich. Gerade bei 13 bis 17-Jährigen ist der Sexting-Dienst deshalb sehr beliebt.

Doch jetzt sind angeblich ungezählte Snapchat-Nutzer Opfer eines gewaltigen Cyberangriffs geworden. Denn rund 200.000 Bilder von – überwiegend jungen – Snapchat-Nutzern sollen unbestätigten Berichten zufolge auf der Plattform 4Chan veröffentlicht worden sein und kursierten angeblich mittlerweile auf verschiedenen Arten im Netz.

Snapchat selbst betonte in einer ersten Erklärung, man selbst sei nicht Opfer eines Angriffs geworden. vielmehr sei offenbar die App eines Drittanbieters zum Ziel der Hacker geworden.  „We can confirm that Snapchat’s servers were never breached and were not the source of these leaks. Snapchatters were victimized by their use of third-party apps to send and receive Snaps, a practice that we expressly prohibit in our Terms of Use precisely because they compromise our users’ security“, teilte das Unternehmen gegenüber dem Portal businessinsider.com mit.

Snapsaved-Leak: 13 GB gestohlene Daten?

Die gestohlenen Daten, die über Monate oder gar Jahre gesammelt sein sollen, haben angeblich einen Umfang von rund 13 GB. Nutzer des berüchtigten Imageboards 4chan hätten die Fotos bereits heruntergeladen und daraus eine nach Snapchat-Nutzernamen durchsuchbare Datenbank geschaffen, hieß es weiter. Beweise gibt es freilich bislang für keine der beiden Behauptungen.

Internetnutzer sollten ohnehin unbedingt darauf verzichten, im Netz auf die Suche nach den Bildern zu gehen. Glaubt man den Angaben, könnten zumindest einige der Dateien nach deutschen Recht unter den Straftatbestand der  Kinderpornografie fallen. Besitz und Weiterverbreitung, aber auch schon die gezielte Suche danach ist in Deutschland verboten  und kann mit Geld- und Freiheitsstrafe bestraft werden.

Die Nachricht vom Snapchat-Leak – der schnell unter dem Name „The Snappening“ bekannt wurde – trieb trotzdem schnell seltsame Blüten. In den verschiedensten Ländern wurden plötzlich Seiten und Blogs mit dem Namen The Snappening gestartet – offenbar in der Hoffnung, der Name könnte neugierige Internetnutzer anlocken.

Update 11. Oktober: The Snappening nur ein Fake?

Inzwischen mehren sich die Zweifel, ob „The Snappening“ nicht nur ein Fake sein könnte.