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Unbekannte nutzen Vorratsdatenspeicherung zum Datenklau

Bild: Haramis Kalfar/fotolia.com

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Die Bundesregierung will die Vorratsdatenspeicherung wieder einführen. Unbekannte nutzen das umstrittene Vorhaben für einen recht plumpen Versuch, an Paypal-Daten unvorsichtiger Internetnutzer zu gelangen.

Die Täter verschicken Mails im Namen von Paypal und behaupten darin, man sei aufgrund einer Gesetzesvorgabe nun dazu verpflichtet, die Kunden um die Aktualisierung der Daten zu bitten. Der Link in der Mail führt zu einer Phishingseite, bei der die eingegebenen Zugangsdaten und Kundendaten dann direkt an die Täter gehen.

In den Mails, die von den Kriminellen verschickt wurden, aber scheinbar von „“ stammen, heißt es

„Vorratsdatenspeicherung
Guten Tag, [echter Name entfernt]
Wie Sie bereits wissen, wurde die Vorratsdatenspeicherung per Gesetz verabschiedet und auch wir sind gezwungen zu handeln. Durch diese Gesetzesänderung werden Sie nun aufgefordert, Ihre bestehenden Daten zu bestätigen respektive zu aktualisieren!
Vor- und Nachname: [echter Name entfernt]
Strasse: [echte Adresse entfernt]
Ort: 30161 Hannover
Tel: 0511/[echte Nummer entfernt]
Land: Deutschland  
Anmeldung:

1. Login
2. Melden Sie sich an.
3. Das Formular abschließen.

Dies dient Ihrer Sicherheit und wird vom Gesetzgeber gefordert! Viele Grüße“

Bei dieser Masche sind natürlich auch andere Absenderadressen und Firmennamen denkbar. Es muss also nicht immer Paypal von den Tätern benutzt werden.

Fakt ist: Wer eine solche Mail erhält, sollte diese einfach löschen. „Folgen Sie nicht dem Link und geben Sie nicht Ihre Daten an die Täter“, rät etwa die Polizei Niedersachsen in einer aktuellen Warnung. „Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, so melden Sie sich unverzüglich auf der echten Paypal-Seite an und ändern Sie dort Ihre Zugangsdaten. Erstatten Sie dann auch Anzeige bei einer örtlichen Polizeidienststelle.“