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Test: Gratis-Virenschutz schützt nicht zuverlässig

Gratis Virenschutz im Test: Computerbild hat die beliebten Schutzprogramme Avira Free Antivirus, AVG und Avast sowie Microsofts Defender unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die kostenlosen Virenwächter bieten allenfalls eine Grundausstattung. Zuverlässigen Schutz im Internet bieten sie aber nicht.

Facebook-Trojaner. GBild: Foto Ziehlmann/Fotolia.com

Gratis Virenschutz im Test: Richtig gut ist kein kostenloses Schutzprogramm. Bild: Foto Ziehlmann/Fotolia.com

Viele Antivirus-Hersteller bieten neben ihren „normalen“ Schutzprogrammen auch kostenlose – und damit abgespeckte – Versionen zum Download an. Das Problem: Richtig sicher fühlen darf man sich mit diesen Basisprogrammen nicht, warnt jetzt Computerbild. Das Blatt ließ Avira Free Antivirus, AVG und Avast sowie Microsofts Defender untersuchen. Das Testergebnis: „Die getesteten Gratis-Wächter bringen zwar einen Basis-Schutz auf den PC, in Sachen Leistung und Ausstattung können es die getesteten Programme aber nicht mit den kostenpflichtigen Security Suiten aufnehmen.“

Avira Free Antivirus 2013 etwa entdeckte bereits bekannte Schadprogramme recht zuverlässig. Auch das Blockieren von bekannten Viren,Trojanern und Würmern funktionierte gut. Beim Erkennen von bislang unbekannten Schädlingen patzte Avira allerdings. „Wer die Software nutzt, hat ein etwa 15-mal höheres Infektionsrisiko als mit einer kostenpflichtigen Security-Suite“, so das Blatt.

AVG Antivirus Free 2013 schnitt im Test bei Virenschutz am besten ab. Dennoch habe das Schutzprogramm noch zu viele Schädlinge durchgelassen. Ebenfalls Minuspunkte gab es, weil AVG beim Online-Banking-Schutz nicht optimal war und den Computer in der Geschwindigkeit stark bremste.

Avast Free Antivirus 2013 kam beim Entdecken bekannter Schadprogramme gerade mal die Note „ausreichend“. Besser funktionierte das Programm wenn es um unbekannte Schädlinge geht. Was die Tester bemängelten: „Wer beim Einrichten des Avast-Programms nicht aufpasst, holt sich zusätzlich noch Browser und Toolbar von Google mit auf den PC.“

Der Microsoft Windows Defender fiel im Test komplett durch. „Mangelhaft“ bei allen Schutzfunktionen, lautete das Ergebnis. Zwar reagiere der Defender zügig auf Bedrohungen und sichere auch Facebook zuverlässig ab. Das machten die anderen kostenlosen Schutzpgroamme aber auch. „Wer bei der Schädlingsabwehr allein auf den Defender setzt, handelt grob fahrlässig“, so das Blatt.

Gute Antivirus-Programme kosten nicht die Welt (Links in unserem Downloads-Bereich). Im Schnitt sind zwischen 20 und 50 Euro fällig. Wer unbedingt ein kostenloses Virenschutzprogramm nutzen will, sollte zumindest zusätzliche Schutzkomponenten installieren. Zur Grundausstattung gehören dann mindestens ein Malware-Scanner wie Spybot Search & Destroy und ein Passwortmanager.