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Antiviren-Programme 2012 im Test: Nur vier sind wirklich gut

Die Stiftung Warentest hat Antivirus-Programme 2012 getestet. Das Ergebnis: Richtig gut schnitten im Test nur vier Programme ab. Bei den übrigen Viren-Scannern war das Ergebnis eher ernüchternd.

Längst nicht alle Schutzprogramme gegen Viren und Trojaner sind gut, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Bild: Michaerl Gellner/Fotolia.com

Jeden Tag werden hunderte neue Viren, Trojaner und Würmer ins Netz geschleust. Insgesamt sind derzeit weit über 50 000 verschiedene Schädlinge und deren Unterarten bekannt – zumal es in der “Szene” mittlerweile zu einem regelrechten Sport geworden ist, immer neue, noch gefährlichere Schadprogramme zu entwickeln.

Ohne Schutzprogramm auf dem Computer haben Viren und Trojaner freie Hand – indem sie den Rechner lahmlegen, Daten ausspionieren oder den Computer selbst zur Virenschleuder machen. Aber selbst mit Anti-Viren-Software sind Computer nicht rundum sicher, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Sie testete 14 Internetsicherheitspakete mit Firewall und vier kostenlose Virenschutzprogramme. Die Preise: von kostenlos bis 60 Euro.

Im Test der Stiftung  mussten die Programme 1800 aktuelle Schädlinge finden und löschen. Das Ergebnis: Kein Virenschutz-Programm spürte alle Schädlinge auf, gerade einmal vier Programme bekamen insgesamt die Note „gut“, berichtet die Zeitschrift test in ihrer April-Ausgabe.

Virenscanner: Große Unterschiede bei der Geschwindigkeit

Avira Internet Security 2012 und G Data fanden immerhin 96 Prozent der Schädlinge, Trend Micro ohne Internetverbindung dagegen nur 36 Prozent. Große Unterschiede gab es demnach auch in der Geschwindigkeit: Zweieinhalb Tage benötigte G Data, um effektiv vor neuen Viren zu schützen, bei Trend Micro ist man dagegen selbst nach drei Wochen gerade mal vor 2 von 25 neuen Schädlingen sicher.

Den besten Virenschutz im Test bot G Data InternetSecurity 2012. Nachteil: Das Programm benötigt viel Arbeitsspeicher und verlangsamt den Rechner spürbar. Es sei daher nicht für schwache Rechner wie Netbooks geeignet, so die Tester. Sparsamer geht Testsieger Avira mit dem PC um. Avira gibt es als Kaufversion für 40 Euro, aber auch als kostenlose Version ohne Firewall. Für Windows-7-Nutzer kein Problem: Hier ist eine Firewall bereits integriert. Sie arbeitet sogar besser als manch eine Firewall gekaufter Anti-Viren-Programme.

Nur ein „ausreichend“ vergaben die Tester für Symantec Norton Internet Security 2012, McAfee Internet Security 2012, Trend Micro Titanium Internet Security 2012 und Panda Internet Security 2012.

Kostenloses Avira Free Antivirus schnitt gut ab

Überraschend gut schnitt auch das kostenlose “Avira Free Antivirus” ab, das im Test mit einer Gesamtnote von 2,1 abschnitt und daher empfohlen werden kann. Nutzer müssen bei dieser kostenlosen Version allerdings auf Spam- oder Phishing-Schutz verzichten.

Der ausführliche Test Anti-Viren-Software ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/internetsicherheit veröffentlicht.

Mehrere Hersteller wehrten sich gegen die schlechten Testergebnisse für ihre Produkte. Sie warfen der Stiftung Warentest stattdessen veraltete und unrealistische Testmethoden vor.

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