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JPG.scr: Schadprogramm verbreitet sich rasant über Facebook-Chat

Ein Schadprogramm verbreitet sich derzeit rasant über den Facebook-Chat. Wer von Freunden oder Bekannten über Facebook einen Link erhält,  der zu einer Datei mit der Endung JPG.scr führt, sollte unbedingt vorsichtig sein.

Facebook-VirusDass über Facebook auch Schadprogramme verbreitet werden, ist an sich nichts Neues. Immer wieder gelingt es Kriminellen, in das Soziale Netzwerk mit seinen rund 20 Millionen Mitgliedern allein in Deutschland Trojaner und Würmer einzuschleusen.

Die Masche ist dabei regelmäßig die Gleiche. Die Opfer werden über Neugierde erweckende Facebook-Nachrichten im Chat dazu gebracht, fragwürdige Links zu klicken. Dadurch werden den Betroffenen die Schadprogramme auf den Computer geschleust – mit der Folge, dass über den dann infizierten Rechner weitere Freunde und Bekannte des Opfern per Facebook-Nachricht in die Falle gelockt werden.

So auch im aktuellen Fall. Hier treibt ein Trojaner bei Facebook sein Unwesen, der sich als Bild tarnt. „Das Foto solltest du wirklich sehen“, heißt es in dem Link, der im Facebook-Chat verbreitet wird. Auch unter anderen Formulierungen werden potenzielle Opfer dazu aufgefordert zu prüfen, ob man auf dem verlinkten Bild zu sehen sei. Der Link führt zu einer Datei mit der Endung JPG.scr, wobei JPG die Abkürzung für eine Bilddatei, und SCR die Dateiendung für Screensaver, also Bildschirm-Schoner ist.

In Wirklichkeit handelt es sich bei der verbreiteten Datei verschiedenen Berichten zufolge um einen Trojaner mit Backdoor-Funktion. Wer den Link klickt, wird aufgefordert, sich die Datei auf den Rechner zu speichern oder gleich zu installieren. Dies hat zur Folge, dass die Facebook-Freunde per Nachrichtenfunktion automatisch ebenfalls den Link zu der dubiose Datei zugeschickt bekommen. So schafft es das Schadprogramm, sich rasend schnell bei Facebook zu verbreiten.

Ob alle von dem Chatvirus betroffene Facebook-Nutzer die Dateiendung s.cr überhaupt sehen, darf dabei bezweifelt werden.  Denn in vielen Fällen blendet Windows diese Endung aus. So landen gerade unerfahrene Opfer sehr schnell bei diesem Schadprogramm in der Falle.

So schützen Sie sich gegen Chatviren bei Facebook

  • Seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie dazu aufgefordert werden, bestimmte Links bei Facebook zu klicken. Das gilt auch dann, wenn die Aufforderung – scheinbar – von Freunden kommt.
  • Verwenden Sie auf Ihrem Computer immer ein aktuelles Antivirenprogramm.  Aktuell heißt,  dass das Programm heute(!) die neuesten Virensignaturen heruntergeladen hat.

Was tun, wenn man schon geklickt hat?

  • Überprüfen Sie Ihren Rechner umgehend mit einem aktuellen Virenscanner wie Avira Antivir oder Kaspersky.
  • Überprüfen Sie Ihren PC zusätzlich mit einem Malware-Scanner wie Spybot Search& Destroy oder Emsisoft Anti-Malware.
  • Führen Sie keine sicherheitsrelevanten Aktionen auf Ihrem PC mehr durch. Verzichten Sie bis zur Reinigung Ihres Computers mit den o.a. Scannern auf Online-Banking und Kommunikation per Mail, Chats oder Facebook.

Mehr Tipps zum Thema Sicherheit bei Facebook lesen Sie in diesem Kapitel.