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Datenschutz im Internet: Zehn Tipps

Anonym surfen und Datesnchutz im Internet: so funktionierts

Anonym surfen im Internet ist nicht einfach. Aber wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie Ihre verräterischen Spuren im Netz weitgehend verschleiern. Hier die wichtigsten zehn Schritte für Ihren persönlichen Datenschutz und Ihre Anonymität im Internet.

  1. Surfen Sie über einen anonymen Proxy. Durch die Nutzung eines solchen Proxy-Servers oder eines vergleichbaren Programms auf Ihrem Rechner wird Ihre IP-Adresse beim Besuch auf Webseiten nicht erkannt. Näheres über die genaue Vorgehensweise finden Sie in unserem Kapitel über anonymes Surfen.
  2. Lehnen Sie permanente Cookies und solche von Drittanbietern ab. Dies können Sie in Ihrem Browser einstellen und sollte beim Surfen kaum Probleme bereiten. Seriöse Seiten lassen sich auch ohne Cookies oder mit Session-Cookies besuchen. Lediglich bei bestimmten Seiten, bei denen eine Autorisierung erforderlich ist (z.B. Foren mit Mitgliedsbereich) könnte es Schwierigkeiten geben. Bei vertrauenswürdigen Seiten können Sie Cookies ohne Weiteres zulassen. Mehr zu Cookies und ihrer Behandlung lesen Sie auch in unserem Kapitel über Cookies.
  3. Schalten Sie Plug-ins im Browser wie zum Beispiel Flash ab. Damit werden zwar auch bestimmte Funktionen auf Webseiten deaktiviert, aber Sie vermindern das Risko, Datenspuren zu hinterlassen.
  4. Schalten Sie Ihren Browser-Cache ab. Das braucht zwar Ressourcen, aber dafür werden auf Ihrem Computer keine Dateien (Bilder etc.) gespeichert, die Sie sich zuvor angesehen haben.
  5. Deaktivieren Sie Aktive Inhalte (ActiveX, JavaScript) in Ihrem Browser. Beides stellt ein Risiko dar, für Ihre Sicherheit, aber auch für Ihre Privatsphäre. Über Java-Script können unter anderem zahlreiche Details über Ihren Browser und Ihr Betriebssystem ausgelesen werden. Achtung: Wenn Sie aktive Inhalte abschalten, werden manche Webseiten nicht funktionieren.
  6. Besorgen Sie sich eine zweite Mailadresse. Wenn die Eingabe einer Mailadresse (z.B. in Communities) nötig ist, können Sie diese zweite angeben. Ihre erste Mailadresse sollten Sie nur solchen Menschen bekanntgeben, denen Sie absolut vertrauen können. Achten Sie darauf, dass aus Ihrer Mailadresse nicht auf Ihre Identität geschlossen werden kann – eine Adresse wie peter. ist tabu.
  7. Seien Sie vorsichtig mit der Herausgabe persönlicher Daten. Niemand muss wissen, welche Hobbys Sie haben, wo Sie wohnen, oder wie hoch Ihr Jahreseinkommen ist. Vor allem in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift sollten Sie solche Angaben tunlichst vermeiden. Als Fallen können sich hier Online-Gewinnspiele, unseriöse Versicherungsvergleiche oder Umfragen erweisen.
  8. Achten Sie darauf, welche Äußerung Sie wo im Internet hinterlassen. Gerade im Zusammenhang mit Ihrer möglicherweise gleichzeitig geposteten Mailadresse lassen sich eventuelle „Fehltritte“ noch über Jahre hinaus nachvollziehen. Dies gilt sowohl für Gästebücher als auch für Diskussionsforen, Newsgroups und Communities.
  9. Beachten Sie auf Webseiten und beim Online-Shopping die Datenschutzrichtlinien Ihrer Geschäftspartner. Jedes Unternehmen, mit dem Sie im Internet in Kontakt treten, sollte deutlich machen, welche Daten über Sie gespeichert werden und wie diese verarbeitet – und weitergegeben – werden. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf den Kontakt. Insbesondere bei Firmen, die ihren Sitz im Ausland haben, ist Vorsicht geboten. In anderen Ländern sind die Datenschutzvorschriften häufig viel laxer als in Deutschland.
  10. Reagieren Sie niemals auf Emails, in denen Sie aufgefordert werden, aus welchen Gründen auch immer persönliche Daten, Passworte oder PINs anzugeben. Selbst wenn derartige Emails auf den ersten Blick seriös erscheinen – etwa angeblich von Ihrer Bank oder Ebay kommen -, kann es sich um einen Trick handeln. Lesen Sie dazu auch unser Kapitel über Phishing.

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