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Online-Auktionen: Kaufen und Verkaufen ohne Risiko

Online-Auktionen sind beliebt. Millionen Menschen kaufen, verkaufen und (v)ersteigern bei Ebay & Co. Aber vorsicht: Wo es um Geld geht, sind auch die Kriminellen nicht weit. Wer im Internet Handel betreiben will, sollte auch die Risiken kennen – und sich vor ihnen schützen. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen.

Gefahren und Risiken für Käufer bei Internet-Auktionen

Ganz pauschal läßt sich sagen, daß bei Online-Auktionen die Hauptgefahr auf der Seite des Käufers liegt. Der Käufer ist derjenige, der Geld für eine ihm bis dahin nicht bekannte Sache bezahlt. Es ist grundsätzlich nicht möglich, den Verkäufer und die Ware vor der Bestellung zu prüfen und/oder zu testen. Bewertungen anderer Käufer sind zwar ein Anhaltspunkt; zu hundert Prozent kann man sich auf sie aber auch nicht verlassen. Überwiesenes Geld ist erst einmal weg. Und: Wer Auktionen objektiv beobachtet ohne selbst mitzubieten, stellt fest, daß die Artikel oft zu einem – nüchtern betrachtet – überteuerten Preis verkauft werden. Wenn der Jagdtrieb erst einmal die Oberhand gewonnen hat, dann ist es sehr schwer, auf dem Teppich zu bleiben.

So steigern Sie sicher bei Online-Auktionen mit

Wenn Sie einige Grundregeln beachten, sind Sie bei Auktionen relativ sicher vor teuren Überraschungen:

  • Benutzen Sie bei der Anmeldung zum Auktionshaus ein sicheres Passwort. Wichtig: Geben Sie dieses Passwort niemals heraus. Ebay & Co werden Sie – im Gegensatz zu Betrügern – niemals in Mails danach fragen.
  • Lesen Sie die Artikelbeschreibung ganz genau durch. Achtung: Schon hier können Fallen verborgen sein.
  • Seien Sie bei Anbietern im Ausland besonders vorsichtig. Bei Problemen haben Sie kaum Chancen, diese zu belangen.
  • „Googeln“ Sie gerade bei teuren Angeboten zunächst einmal nach dem Namen des Verkäufers. Unseriöse Anbieter werden sehr schnell bekannt im Internet und können so gegebenenfalls von Ihnen rechtzeitig enttarnt werden.
  • Preisentwicklung im Auge behalten: Wenn Sie mitbieten, sollten sie immer den regulären Preis des Versteigerungsobjekts kennen und rechtzeitig abspringen, wenn sich der Auktionspreis zu sehr dem „normalen“ Ladenpreis nähert.
  • Setzen Sie sich bei jedem Artikel, bei dem Sie mitsteigern, ein persönliches Limit. Sobald dieses überschritten ist, steigen Sie aus.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit, die Bezahlung über ein Treuhandkonto abzuwickeln.
  • Referenzen und Bewertungen des Verkäufers prüfen: Es reicht nicht aus, sich die Bewertungen des Verkäufers allein anzusehen. Überprüfen sie auch die Bewertungen derer anschauen, die den Verkäufer bewerten. So kommt man recht schnell dahinter, ob es sich um echte oder Gefälligkeitsbewertungen handelt.
  • Prüfen Sie die Ware sofort bei Empfang. Spätere Reklamationen sind immer schwierig.

Gefahren und Risiken für Verkäufer bei Online-Auktionen

Obwohl die Hauptgefahren eindeutig auf Seiten des Käufers liegen, sollten sich auch die Verkäufer bei Internet-Auktionen der für sie bestehenden Gefahren bewußt sein. So kann es bei Verkauf auf Rechnung (also Zahlung nach Erhalt der Ware) schwierig werden, an sein Geld zu kommen. Auch der unversicherte Versand hat seine Tücken. Grundsätzlich trägt zwar der Käufer ab Übergabe der Ware an den Transporteur das Risiko, ein versicherter Versand kann jedoch großen Ärger sparen. Zudem gilt dies nicht im Fernabsatzbereich. Überhaupt: Seien Sie sich bewusst, dass Ebay & Co in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Betätigungsfeld für Anwälte geworden sind. Ein Fehler, und Ihnen flattert schnell die Abmahnung ins Haus.

Sicher versteigern bei Internet-Auktionen

Wer als Verkäufer bei Online-Auktionen Probleme vermeiden will, sollte einige Grundregeln beachten:

  • Seien Sie bei der Beschreibung Ihrer Artikel äußerst sorgfältig. Das gilt vor allem dann, wenn Sie als gewerblicher Händler tätig sind – oder wegen der Menge der verkauften Artikel als solcher eingestuft werden können.
  • Vorsicht bei der Bebilderung. Fremde Fotos zu übernehmen und für die eigene Artikelbeschreibung zu übernehmen, kann Ihnen eine teure Abmahnung und Schadensersatzforderungen einbringen. Es gibt Fotografen und Anwälte, die gezielt in Auktions-Plattformen nach kopierten Bildern Ausschau halten, um anschließend abzumahnen und damit Geld zu verdienen..
  • Achten Sie unbedingt auch auf die korrekten Angaben zum Widerrufs- und Rückgaberecht. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Anwalt beraten.
  • Wickeln Sie Bezahlvorgang über ein Treuhandkonto ab.
  • Prüfen Sie Referenzen und Bewertungen des Käufers. Es reicht nicht aus, sich die Bewertungen des Käufers allein anzuschauen. Vielmehr sollten Sie sich auch die Bewertungen derer ansehen, die den Käufer bewerteten. So kommt man recht schnell dahinter, ob es sich um echte oder Gefälligkeitsbewertungen handelt.

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