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Fake-News: Polizei ermittelt Urheber von falscher Terrorwarnung bei WhatsApp

Fake-News im Netz nerven - und können sogar strafbar sein.

Fake-News im Netz nerven – und können sogar strafbar sein.

Nach dem Anschlag von Berlin verunsicherte eine Terrorwarnung bei WhatsApp viele Menschen. Dann stellte sich heraus: Die Warnung war falsch – und bewusst in die Welt gesetzt worden. Jetzt hat die Polizei den Urheber ermittelt. Ihn erwartet eine saftige Strafe.

Wenige Tage nach dem Terror-Anschlag in Berlin hatte eine WhatsApp-Meldung viele Menschen verunsichert. „!!!Achtung!!! Es gibt verlässliche, vertrauliche Infos, dass es in Rudow eine Terrorzelle gibt, die Anschläge auf Einkaufszentren vor allem in Neukölln verüben will“, hieß die Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete.

„Wir hatten eine Menge Arbeit auf unseren Social Media Kanälen, dieses sinnlose Gerücht wieder einzufangen, welches mit dem ohnehin angeschlagenen Sicherheitsgefühl vieler Berlinerinnen und Berliner nach den Geschehnissen am Breitscheidplatz spielte“, so die Berliner Polizei auf ihrer Facebook-Seite.

Die Ermittler machten sich umgehend daran, den Absender dieser Fake-News, also gefälschten Nachricht, zu ermitteln. „Unterstützt wurden wir dabei von Ermittlern unseres LKA und vielen irritierten Mitgliedern unserer Community“, so die Beamten weiter.

Dank zahlreicher Hinweise sei der Tatverdächtige schnell ermittelt worden. Dieser sei „an den Weihnachtsfeiertagen von unseren Kollegen des Staatsschutzes persönlich besucht“ worden, hieß es. Der Beschuldigte habe prompt zugegeben, die Terrorwarnung frei erfunden zu haben.

Gegen den Verdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Im Fall eines Schuldspruchs muss der Täter mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren rechnen.