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Daten von tausenden Porno-Nutzern frei im Internet abrufbar

Für so manchen Ehemann dürfte es der Daten-GAU sein: Namen, Mailadressen und abgerufene Filme von hundertausenden Porno-Nutzern sind seit kurzem frei verfügbar im Internet abrufbar. Betroffen sind die  Mitglieder dreier bekannter Erotik-Portale.

Bild: jwblinn/Fotolia.com

Wie das Sicherheits-Portal Sophos berichtet, sind durch einen Konfigurationsfehler tausende Zugangsdaten von Nutzern der Erotik-Webseite YouPorn ins Netz gelangt. Betroffen sind nach derzeitigen Erkenntnissen rund 5000 Nutzern des Erotik-Portals. Deren Mailadressen und Passwörter waren in Log-Dateien enthalten, die seit dem Jahr 2007 angelegt worden waren.

Das Verzeichnis von Youporn.com war dem Bericht zufolge ungeschützt über das Internet erreichbar. Inzwischen sei die Schwachstelle zwar beseitigt, bei anonymen Text-Hostern wie Pastebin seien jedoch bereits Kopien der Daten im Umlauf.

Videosz.com: Hunderttausende Datensätze von Nutzern im Netz

Nicht minder unangenehm dürfte eine weitere Sicherheitspanne bei einem Porno-Dienst sein. So war bis vor kurzem die Nutzerdatenbank des Film-Portals videosz.com offen über das Internet zugänglich. Bei VideosZ können Nutzer kostenpflichtig Pornofilme herunterzuladen. “Durch die Lücke war es möglich, ohne Angabe eines Passwortes auf mehrere hunderttausend Datensätze von Kunden und Affiliate-Partnern zuzugreifen, darunter Adressen, Passwörter, Kreditkartendaten und Filme, die heruntergeladen wurden”, berichtet das Portal heise.de. Man habe Videosz.com auf die Sicherheitslücke aufmerksam gemacht, inzwischen sei ein Zugangsschutz installiert worden.

Die dritte Porno-Panne betrifft das die Erotikseite Brazzers. Hier erklärte jetzt ein marokkanischer Hacker, er habe sich die Zugangsdaten von rund 350.000 Nutzern verschafft. Betroffene wurden von der Betreiberfirma inzwischen über den Sachverhalt informiert. “Wer sein Konto löschen wolle, erhielte auf Wunsch einen neuen Account. Außerdem spendiere man ihnen eine kostenlose Mitgliedschaft bei dem Manwin-Angebot Mofos und verbilligte Mitgliedschaften bei anderen Portalen des Konzerns, der im vergangenen Jahr Youporn gekauft hatte”, so heise.de.

Tipp: Nutzername/Passwort-Kombination immer ändern

Daten-Lecks bei Erotikdiensten im Internet für die Betroffenen natürlich besonders peinlich. Insgesamt sind sie allerdings gar nicht so selten. Immer wieder gelangen Nutzerdaten wie Username/Password-Kombinationen von kostenpflichtigen Angeboten ins Internet – entweder durch technische Pannen oder durch Hacker-Attacken. Sich schützen kann man dagegen kaum. Eine Schutzmaßnahme ist dafür umso wichtiger: Niemals sollte man die gleiche Kombination aus Nutzername und Passwort für verschiedene Internetdienste nutzen. Denn sind diese erst einmal bekannt, werden Angreifer  diese auch sehr schnell bei weiteren gängigen Portalen “ausprobieren”.