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Webhoster Hetzner meldet Hacker-Angriff und möglichen Datenmissbrauch

Der bekannte deutscher Hoster und Rechenzentrenbetreiber Hetzner meldet einen Einbruch in seine internen Systeme und warnt vor Datenmissbrauch bei seinen Kunden.

Ein Mann in einem Rechenzentrum: Der Webhoster Hetzner meldet jetzt einen Einbruch in seine Systeme. Symbolbild: shock/Fotolia.com

Wie das Unternehmen aus dem bayerischen Gunzenhausen am Donnerstagabend berichtete, sei es Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Dem Angreifer sei es vermutlich möglich gewesen, auf interne Kundendaten der Hetzner Online Administrationssysteme zuzugreifen.

„Wir haben sofort nach Kenntnisnahme damit begonnen, den Vorfall zu rekonstruieren. Nach jetzigem Kenntnisstand liegen uns keine Hinweise von Kundenseite über Datenmissbrauch vor. Leider können wir dies jedoch nicht völlig ausschließen und bitten Sie daher, sämtliche Passwörter auf Ihrem Hetzner-System umgehend zu ändern“, so die Firma. Eine Anleitung dafür stellte das Unternehmen  bereit. Grundsätzlich empfehle es sich ohnehin, keine identischen Passwörter für mehrere Systeme zu verwenden.

„Wir setzen alles daran, damit Ihre Kundendaten bei uns in sicheren Händen sind. Das Thema Datenschutz hat für uns eine sehr hohe Priorität. Doch leider können Vorfälle wie dieser nicht ganz ausgeschlossen werden. Um eine lückenlose und transparente Aufklärung zu garantieren, sei das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht offiziell über den Vorgang informiert worden.

Kreditkartendaten seien nicht ausspioniert worden, betonte Hetzner weiter. Die Abrechnung erfolge über einen externen Dienstleister.

Hetzner Online ist ein Webhosting-Dienstleister und Rechenzentrenbetreiber. Seit 1997 stellt das Unternehmen Privat- und Geschäftskunden Hosting-Produkte zur Verfügung. Erst im Juli war die Firma mit dem eco Internet Award in der Kategorie „Hosting“ ausgezeichnet worden.

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