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Proinkasso GmbH im Visier der Staatsanwaltschaft

Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Staatsanwaltschaft Offenbach Ermittlungen gegen die Firma ProInkasso GmbH eingeleitet.

Wie die Staatsanwaltschaft auf ihren Internetseiten berichtet, laufe gegen die ProInkasso GmbH aktuell ein Ermittlungsverfahren „wegen der Geltendmachung unberechtigter Forderungen bzw. Mahnungen (…) insbesondere hinsichtlich der Nutzung der Internetseite ‚Tipp-House'“.

Die Frankfurter Rundschau meldete zeitgleich, dass Mitte vergangener Woche 24 Büros und Wohnungen in zehn Bundesländern durchsucht worden seien, darunter Räume in Neu-Isenburg, Seligenstadt, Frankfurt, Wiesbaden und Oberursel. Ermittelt werde gegen sechs Personen, so das Blatt.

Der Hauptbeschuldigte soll demzufolge ein Netz von Inkassobüros aufgebaut haben, mit dessen Hilfe er Geldforderungen aus angeblichen Gewinnspielen eintrieb. Laut Staatsanwaltschaft sei so ein Schaden von mindestens zwei Millionen Euro entstanden. „Vieles spricht dafür, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um den Chef der Firma Proinkasso handelt, gegen den die Staatsanwaltschaft schon länger ermittelt“, berichtet die Frankfurter Rundschau weiter. Ermittelt wird zudem gegen fünf Adresshändler, die für das Inkassonetzwerk gearbeitet haben sollen.

Die ProInkasso GmbH sorgt seit gut zwei Jahren bei vielen Verbrauchern für Angst und Verunsicherung. Das Unternehmen verschickt Schreiben, in denen es für dubiose Gewinnspiel-Unternehmen Geld einfordert und im Falle von Nichtbezahlung mit massiven Konsequenzen droht.

Betroffene von ProInkasso-Schreiben haben ganz offensichtlich massenhaft Anzeige erstattet. „Wegen des umfangreichen Ermittlungskomplexes wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der Vielzahl der zu bearbeitenden Strafanzeigen Nachfragen zum jeweiligen Verfahrensstand nicht beantworten werden können“, erklärt die ermittelnde Staatsanwaltschaft. „Aus diesem Grund wird auch darum gebeten, von Akteneinsichtsgesuchen abzusehen.“