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Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke durch „Neue Robinsonliste“

„Wir kämpfen gegen unerwünschte Werbung!“ verspricht derzeit eine „Neue Robinsonliste“ aus Frankfurt am Main mit massenhaft versandten Werbefaxen an Verbraucher. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

„Faxwerbung nervt, verursacht den Empfängern unnötige Kosten und ist deshalb nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb unzulässig, es sei denn, dass eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers vorher vorlag“, so die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt – und warnt vor genau solch einem aktuellen Fall.

Derzeit verschickt nämlich eine „Neuen Robinsonliste“ Faxmitteilungen mit einem fragwürdigen Geschäftsmodell. Angeboten wird die Eintragung in diese Robinsonliste, um sich vor unerwünschter Werbung per Telefon, Fax, E-Mail und Post zu schützen. „Genau dieses Angebot zum Schutz vor unerwünschter Werbung wird als belästigende Faxwerbung versandt“, so die Verbraucherschützer.

So behauptet der Absender „Die Eintragung in die Neue Robinsonliste ist kostenfrei“. Wer aufmerksam weiterliest, erfährt allerdings, dass er eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 350 Euro netto zahlen soll, damit die Daten angeblich an 320 Werbetreibende zur Löschung weitergeleitet werden. Dieser Service soll sich auf ein weiteres Jahr verlängern, wenn der Nutzer nicht innerhalb des ersten Jahres kündigt.

Die Verbraucherschützer warnen davor, auf dieses teure wie fragwürdige Angebot hereinzufallen.  Die Eintragung in die echte Robinsonliste zum Schutz vor unerwünschter Werbung ist nämlich kostenlos – und wird nicht per Spam-Fax beworben.