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Germania Inkasso Dezernat AG schickt dubiose Mahnschreiben

Eine Germania Inkasso Dezernat AG sorgt derzeit mit massenhaften Inkassobriefen für Wirbel.

Die Germania Inkasso Dezernat AG verschickt derzeit massenhaft Inkassobriefe an Verbraucher, berichtet die Verbraucherzentrale Bayern. In den Schreiben mahnt die Gesellschaft, ihrer angeblichen Forderung von 108,40 Euro nachzukommen: für die angebliche telefonische Anmeldung für „200 Gewinnspiele / EuroWin, ETM Marketing“.

Die Germania Inkasso behauptet, die Betroffenen hätten einer kostenpflichtigen Dienstleistung mit ihren persönlichen Daten zugestimmt, den fälligen Betrag aber nicht beglichen. Um ans Geld zu kommen droht die Germania Inkasso allen, die den Betrag verweigern, mit Mahnbescheid und Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher.

Von den dubiosen Schreiben sollte man sich aber keinesfalls einschüchtern lassen, so die bayerischen Verbraucherschützer. Sie empfiehlt viel mehr, keinen Cent zu zahlen, wenn die Germania Inkasso die Berechtigung ihrer Forderung nicht nachweisen kann.

„Die Auftritt der Gesellschaft reiht sich ein in die bekannten zwielichtigen Praktiken der Gewinnspielszene„, so die Verbraucherzentrale wörtlich. Immer wieder werde versucht, Verträge ohne jeglichen Beleg für einen Abschluss unterzuschieben und mittels Verunsicherung und Einschüchterung abzukassieren. Dazu dient auch – wie bei der Germania – das „Angebot“, den geforderten Betrag in Raten zu zahlen.

Fakt ist: Wer nicht wissentlich und bewusst einen Vertrag mit einer Firma geschlossen hat, sollte sich auch Inkassofirmen nicht einschüchtern lassen. Letztlich liegt es am Rechnungsversender, einen Vertragsschluss nachzuweisen. Und das dürfte gerade fragwürdigen Firmen schwer fallen – so schwer, dass sie es gar nicht erst vor einem Gericht versuchen.