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Abzocke mit Binary-load.com: Polizei fasst Verdächtigen

Nächster Schlag gegen die Abzocke im Internet: Die österreichische Polizei hat einen 19-Jährigen gefasst, der tausenden Internetnutzern betrügerische Rechnungen geschickt haben soll. Der Fall der fragwürdigen Seiten binary-load.com, premiload.com oder auch revolutionsdownload.com ist damit offensichtlich geklärt.

Unzählige Internetnutzer bekamen im August und September überraschende Rechnungen ins Haus. Sie sollten über PayPal 39,99 Euro bezahlen, weil sie sich auf Seiten wie binary-load.com, premiload.com oder auch revolutiondownload.com angemeldet hätten. Dubios: Keiner der Betroffenen konnte sich an eine Anmeldung auf diesen Seiten erinnern, geschweige denn an die Seiten überhaupt.

Kein Wunder: Die Rechnungen waren gefälscht, erstunken und erlogen. Die Empfänger hatten sich niemals bei den Seiten oder Diensten angemeldet. Hinter den erfundenen Rechnungen steckte, so heute die „Kleine Zeitung“ in Graz, ein 19-jähriger Aserbeidschaner mit Sitz in Saarbrücken (Deutschland). Dem Tatverdächtigen sei die Polizei auf die Schliche gekommen, nachdem etliche Rechnungsempfänger Strafanzeige erstatten. Seine Unternehmen mit schillernden Namen und Firmensitzen wie Hong Kong oder die Fröhlichgasse 181 in Graz waren reine Fantasiegebilde. „Die angeblichen Firmen mit Namen wie „Onlinesol“ oder „Advanced Media“ mit Sitz in Graz gab es nie“, berichtet das Blatt. Stattdessen kamen die Fahnder dem Abzocker in Deutschland auf die Spur – über sein PayPal-Konto.

Während etliche Blogger und Experten den Schmu schnell erkannten, waren viele Rechnungsempfänger so blauäugig und zahlten die erfundenen Forderungen – oder ließen sich zumindest verunsichern. Was natürlich ein Fehler war: Wer fragwürdige Rechnungen bezahlt, fördert die Abzocke im Internet erst recht. Denn Betrüger setzen darauf, dass zumindest ein gewisser Prozentsatz der Opfer auch tatsächlich zahlt. Nur deshalb lohnt sich das üble Geschäft.

Wer in Sachen binary-load.com & Co. bereits das Geld überwiesen hat, soll sich im Grazer Kriminalreferat, Fachbereich 2 melden und der österreichischen Rufnummer 059 133 65- 3200.

Auch einem anderen mutmaßlichen Abzocker geht es seit kurzem an den Kragen. Wie berichtet, steht der Ex-Betreiber der berüchtigten Seite tricky.at seit kurzem vor Gericht. Er muss sich wegen massenhaften Betrugs verantworten.