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usa-kredit.com lockt in die Kostenfalle

Wer glaubt, über die Seite usa-kredit.com tatsächlich einen Kredit ohne Schufa-Auskunft zu bekommen, sollte aufpassen. Nach der Anmeldung sollen 70 Euro fällig werden – für fragwürdige Leistungen.

In Anzeigen im Internet, laut Verbrauchern aber auch in Mails, wird derzeit kräftig für die Seite usa-kredit.com geworben. „Stellen Sie mit unserer Hilfe Ihren Kreditantrag in einem der reichsten, und Risikokapital freundlichsten Ländern, den USA“, heißt es auf der Seite. „Bereits ab einem Kapitalbedarf von 1.000 Euro ist die Vermittlung möglich, diese sogar ohne Schufaanfrage oder Auskunft bei Ihrer Hausbank.“ Anschließend werden unter der Überschrift „Kreditvermittlung für jedermann“ in einem Formular Daten wie Name, Adresse, Beruf, benötigte Kreditsumme, und „monatliche Wunschrate“ abgefragt.

Wer nun glaubt, nach Eingabe seiner Daten würde ihm ein Kredit vermittelt – was man angesichts Überschriften wie „Kreditvermittlung für jedermann“ ja meinen könnte – hat sich allerdings getäuscht: „Die Firma R & R Internet Collection Inc bietet weder selbst Kredite an, noch vermittelt sie diese aktiv. Die Firma R & R Internet Collection Inc unterhält lediglich eine Datenbank, auf diese Kreditgeber zugreifen können“, heißt es wörtlich in §3 der Geschäftsbedingungen auf der Seite usa-kredit.com.

Das Führen dieser Datenbank lässt sich die „Firma R & R Internet Collection Inc“ dafür umso fürstlicher bezahlen. Nach der Anmeldung seien „70,00,- Euro im Voraus zu zahlen (inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19%)“, heißt es in den AGB unter §4 und im Kleingedruckten am unteren Rand der Startseite weiter.

Als Kontaktadresse gibt die R & R Internet Collection Inc nur ein Postfach in Sarasota in Florida an. Ein deutscher Ansprechpartner oder Verantwortlicher wird nicht genannt.

Eine ausländische Postfachadresse, eine fragwürdige Dienstleistung und dazu versteckte Preise: Spätestens jetzt sollten bei Menschen, die auf der Suche nach einem Kredit sind, alle Alarmglocken läuten. Zumal die Masche mit der kostenpflichtigen „Datenbank“ hinlänglich bekannt ist. In der Vergangenheit wurden so auch Menschen geködert, die sich als Medikamententester oder Autotester etwas Geld hinzuverdienen wollten und für ihr Geld nichts bekamen.