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Servicenummern 0137 und 0180 werden teurer

Rechtzeitig zur Erhöhung der Mehrwertsteuer hebt die Deutsche Telekom die Preise für Anrufe zu 0137 und 01805-Nummern an. Verbraucher werden damit sowohl bei den beliebten Abstimmungen in Radio, Fernsehen und Zeitung, als auch bei den meisten Service-Hotlines künftig mehr bezahlen müssen.

Anrufe zu 01805-Nummern, die am häufigsten bei Hotlines anzutreffen sind, werden vom 1. Januar 2007 an 14 Cent pro Minute kosten. Das sind zwei Cent mehr als bisher. In ähnlicher Höhe fallen die Erhöhungen bei den so genannten MABEZ-Nummern 0137 aus. MABEZ steht für „Massenverkehr zu bestimmten Zielen“ und umschreibt den eigentlich Sinn und Zweck der 0137-Nummern. Diese sind für Abstimmungen und Gewinnspiele gedacht, bei denen innerhalb kürzester Zeit mehrere tausend Menschen eine Nummer anrufen, um eben bei solchen Spielen mitzumachen.

Ab Januar 2007 fallen in der 0137-Gasse folgende Kosten an:

 

  • 0137-8 und 0137-9 kosten 50 Cent pro Anruf (derzeit 49 Cent)
  • 0137-7 kostet einen Euro pro Anruf (bisher 98 Cent)
  • 0137-6 kostet 25 Cent pro Anruf (bisher 24 Cent)
  • 0137-2, -3 und -4 kosten einheitlich 14 Cent pro Anruf (derzeit 12 Cent zusätzlich weitere 6 Cent alle 30 Sekunden)
  • 0137-1 und 0137-5 kosten 14 Cent pro Anruf (derzeit 12 Cent)

Neben der Telekom haben auch die anderen Vollanschlussanbieter angekündigt, ihre Preise entsprechend anzuheben.

Lockanrufe: Bundesnetzagentur greift weiter ein

0137-Nummern werden bekanntlich nicht nur für Gewinnspiele und Abstimmungen eingesetzt, sondern immer wieder auch von unseriösen Anbietern für Lockanrufe missbraucht. Die Bundesnetzagentur erklärte jetzt noch einmal, dass sie die „intensive Bekämpfung“ dieses Nummern-Missbrauchs fortsetze. Alleine seit Mai 2006 habe die Bundesnetzagentur 237 Rufnummern aufgrund von Bewerbung durch Lock-Anrufe oder Gewinnversprechen abgeschaltet. Zu 78 Rufnummern sei zusätzlich ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot ausgesprochen worden. Diese Maßnahmen bewahrten Verbraucher vor finanziellen Schäden, hieß es. Zusätzlich erhielten die Täter für die provozierten Rückrufe keine Auszahlungen.

„Spamming ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine rechtswidrige Belästigung, die große ökonomische Schäden verursacht. Das Unterbrechen des Geldflusses zu den Spammern ist meines Erachtens der wirkungsvollste Weg, diese Form der missbräuchlichen Rufnummernnutzung wirtschaftlich unattraktiv zu machen und damit letztlich Spam einzudämmen“, erklärte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Auf die wohl einfachste Möglichkeit, Nummern-Missbrauch durch Lockanrufe zu unterbinden, ging Kurth indes nicht ein. Rein technisch wäre es ohne Weiteres möglich, die Übertragung von 0137-Nummern bei Lockanrufen zu unterbinden. Würden die Provider dazu verpflichtet werden, die Caller-ID – also die während des Lockanrufs überspielte, angebliche Nummer des Anrufers – nicht zu übertragen, hätte diese Form der Abzocke längst ausgespielt.