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0900 statt 0190: Nummernsperren neu beantragen

Wer bei seinem Telekom-Telefonanschluss in der Vergangenheit nur einzelne 0190-Nummern oder Blöcke gesperrt hat, muss die Sperrung der 0900-Nummern zum Jahreswechsel neu beantragen. Darauf hat die T-Com in Bonn hingewiesen.

Nur bei einer Anschlusssperre, die alle 0190-Nummern betrifft, gehe diese automatisch auf die 0900-Nummern über, hieß es bei dem Konzern. Wie berichtet, werden die teuren 0190-Nummern zum Jahresende abgeschaltet und dann vollständig von den 0900-Nummern ersetzt. Sind beim Beantragen eines Festnetzanschlusses schon alle 0190-Nummern gesperrt worden, seien diese auch künftig als 0900-Nummern gesperrt, erklärte T-Com-Sprecher Rüdiger Gräve gegenüber dem Onlinemagazin heise.de. Denn das Unternehmen sperrte nicht nach Rufnummer, sondern in der Regel die gesamten Premium Rate-Dienste zu denen beide Dienstarten gehören. „Wer aber zum Beispiel nur die drei teuersten oder eine einzelne 0190-Verbindung hat sperren lassen, muss im Januar neu beantragen“, sagte Gräve. „Das können wir nicht ohne Weiteres umschalten.“

Rufnummernsperren sind mit die beste Möglichkeit, sich vor teuren Überraschungen auf der Telefonrechnung zu schützen. Schon bisher hatten Telefonkunden und Internetsurfer die Möglichkeit, bei ihrem Anbieter bestimmte oder alle teure Nummern sperren zu lassen. Dies bot sich zum Beispiel bei den 0190-0-Nummern an, die pro Anruf bis zu 30 Euro kosten konnten. Bei den 0900-Nummern, die ab 2006 die 0190 ablösen werden, ist allerdings nicht mehr möglich, den Tarif anhand der nachfolgenden Nummer zu erkennen. Sowohl die 09001, als auch 09003, 09005 oder die Rufnummerngasse 09009, die für Dialer reserviert ist, kann von den Anbietern frei tarifiert werden. Bei Sprachdiensten ist eine kostenlose Tarifansage zu Beginn des Gesprächs zwingend vorgeschrieben. Schwieriger wird es bei Datendiensten, vor allem eben bei den Dialer-Angeboten. Hier muss man sich auf die Angaben der Anbieter auf den Webseiten verlassen. Wer Kostenfallen vermeiden will, sollte sich so schnell wie möglich mit seinem Telefonanbieter in Verbindung setzen.